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ZAHLEN & QUELLEN

Die Lage der Steuerkanzleien in Deutschland – in belastbaren Zahlen

Jede Zahl auf dieser Seite hat eine benannte Quelle und ein Datum. Wir pflegen sie fortlaufend und kennzeichnen eigene Schätzungen ausdrücklich als solche. Verwenden Sie die Angaben gern – mit Quellenangabe.

Stand: 29. Juli 2026

Personal, Kapazität und Regulierung

72,7 %

der Kanzleien für Rechts- und Steuerberatung sind vom Fachkräftemangel betroffen

Das ist der Spitzenwert aller Branchen in Deutschland. Während der Personalmangel in der Gesamtwirtschaft zuletzt konjunkturbedingt zurückging, blieb er in der Steuerberatung hoch – ein Hinweis darauf, dass er strukturell und nicht konjunkturell ist.

Quelle: ifo-Konjunkturumfrage, August 2025.

6 von 10

offenen Stellen können Einzelkanzleien nicht mehr besetzen

Kleinere Einheiten trifft der Mangel besonders hart, weil sie im Wettbewerb um dieselben Bewerber gegen größere Kanzleien und die Industrie antreten.

Quelle: STAX 2024, Sonderauswertung der Bundessteuerberaterkammer.

über 10.000

unbesetzte Stellen in der Steuerberatung in Deutschland

Der Nachschub wird zugleich dünner: Die Zahl der Auszubildenden sinkt seit Jahren.

Quelle: Branchenerhebungen 2025/2026.

rund 50 %

der Tätigkeiten von Steuerfachangestellten sind nach heutigem Stand automatisierbar

Das IAB hat die Berufsbilder Ende 2025 neu bewertet. Praktisch heißt das: In einem Achtstundentag stecken mehrere Stunden Arbeit, für die niemand ein Examen gebraucht hätte.

Quelle: IAB Job-Futuromat, Dezember 2025.

knapp 54

Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Berufsträger

Fast die Hälfte ist über 55. Das verschiebt das Kapazitätsproblem der Branche in den kommenden Jahren zusätzlich – unabhängig davon, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt.

Quelle: Bundessteuerberaterkammer, Berufsstatistik.

60–80 %

des Aufwands lassen sich bei Koordinationsprozessen realistisch automatisieren

Anfordern, Erinnern, Zuordnen und Vorformulieren fallen weg; Prüfen und Freigeben bleiben. Wer hundert Prozent verspricht, plant entweder ohne menschliche Freigabe oder hat den Prozess nicht verstanden.

Eigene Einordnung von Ostermann Systeme aus Projekterfahrung – keine Studie.

1.1.2027

beginnt die E-Rechnungs-Ausstellungspflicht für Unternehmen ab 800.000 Euro Vorjahresumsatz

Für Kanzleien ist das kein IT-Thema, sondern ein Mengenproblem: Die Umstellung betrifft hunderte Mandanten gleichzeitig.

Rechtsgrundlage: Wachstumschancengesetz, § 14 UStG.

seit 02/2025

gilt die Pflicht zur KI-Kompetenz nach Art. 4 EU AI Act

Wer KI einsetzt, muss dafür sorgen, dass die damit arbeitenden Personen ausreichend geschult sind. Für typische Kanzleianwendungen gelten darüber hinaus keine Hochrisiko-Anforderungen.

Rechtsgrundlage: Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 4.

Diese Seite zitieren

Sie dürfen die Zahlen dieser Seite in Vorträgen, Beiträgen und Mandanteninformationen verwenden. Bitte nennen Sie jeweils die Originalquelle und, wo Sie unsere Einordnung übernehmen, auch uns.

Ostermann Systeme (2026): Zahlen zur Lage der Steuerkanzleien in Deutschland. https://ostermann-systeme.de/zahlen-steuerkanzleien – abgerufen am [Datum].

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